MAiN meine Ausstellung im Netz

MAiN meine Ausstellung im Netz

Entwicklung und Implementierung eines digitalen Ausstellungs- und Beteiligungstools für die kulturelle Bildung



Projektstart: 1.10.2016
Projektabschluss: 1.11.2019

In Kooperation mit der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) entwickelt das jfc Medienzentrum ein Tool und pädagogische Strategien für mehr Partizipation von Jugendlichen an Kunst und Kultur

MAiN meine Ausstellung im NetzWenn Jugendliche sich mit Kunst und Kultur auseinandersetzen, geschieht das immer häufiger durch und mit digitalen Medien.
Auch wenn die größeren Kulturanbieter mit entsprechendem Personal digitale Medien einsetzen, zeigt sich, dass Kulturvermittler_innen und Jugendarbeiter_innen v.a. in kleineren Einrichtungen diese Möglichkeiten nur dann aktiv nutzen, wenn sie auf sichere und handhabbare Tools und Strategien zurückgreifen können. Als „zusätzlich“ und als „technisch anspruchsvoll“ wahrgenommene Ansätze scheitern oft an der Auslastung der Fachkräfte durch andere Aufgaben.
Im Projekt Occupy Culture hat das jfc Medienzentrum Methoden und Ansätze entwickelt, um digitale Medien hier systematischer einzubeziehen. Hierbei wurden netzbasierte Elemente und Aktionen vor Ort kombiniert, ein Transfer zu jugendkulturellen Ausdrucksformen hergestellt.

Im aktuellen Projekt MAiN wird nun ergänzend ein praxisnahes Präsentationstool und begleitende Methoden entwickelt. Das Tool trägt dazu bei, Inhalte, die Jugendliche nutzen möchten und Inhalte von Sammlungen der Kultureinrichtungen (nicht zuletzt der DDB) individuell und unter Wahrung der Rechte zu präsentieren. Multimediale Elemente können so kombiniert, in neue Kontexte gestellt und anschaulich gemacht werden. Es entsteht ein Tool, das Fachkräfte vor Ort, Lehrer_innen aber auch Jugendliche dazu anregt, mit eigenen Produkten, öffentlich zugänglichen Inhalten, und Sammlungsinhalten aktiv umzugehen. Vermittler_innen können damit passgenaue didaktische Konzepte umsetzen und Jugendliche haben die Möglichkeit, unter Rückgriffe z.B. auf die Inhalte der DDB- eigene Präsentationen, Kommentare, Projekte zu erstellen. Das Tool wird auf OpenSource Basis entwickelt und nicht nur im Kontext der DDB, sondern auch dezentral in vielen Bildungszusammenhängen und der Jugend(kultur-) arbeit nutzbar sein.


DIE ARBEITSPAKETE



AP 1 – Koordination

Das Gesamtvorhaben muss zwischen den Anforderungen der Bildungspraxis, der Kulturvermittlung, der Arbeit mit Jugendlichen und der Entwicklung der DDB vermitteln und entsprechend über die gesamte Laufzeit koordiniert werden.

AP 2 – Feinkonzept und Anforderungsanalyse

In dem Anforderungsprofil des Tools wird ein Feinkonzept erarbeitet. An diesem Feinkonzept sind jfc, DDB, DNB und kulturpädagogische Fachkräfte beteiligt, die Ideen werden mit Jugendlichen reflektiert.

AP 3 – Pflichtenheft und Designentwurf
Aus der Anforderungsanalyse und dem Feinkonzept wird ein Pflichtenheft entwickelt, das die geplanten Funktionen genau beschreibt. Zugleich wird für das Tool MAiN ein Designentwurf erstellt. Diesem Schritt wird hohe Bedeutung beigemessen, da Interaktionsdesign und Gestaltung entscheidend für die Akzeptanz durch Jugendliche und Fachkräfte aus dem Bildungsbereich und der Kulturvermittlung sind.

AP 4a – Evaluierung der bestehenden Architektur, Integrationskonzept
Die Umsetzung der in AP3 für die Such-, Import-, Erstellungs-, Präsentations- und Exportfunktionen auf Basis der bestehenden Software-Architektur des Virtuellen-Ausstellungs-Werkzeugs der DDB OMECA wird evaluiert und ein Integrationskonzept erstellt.

AP 4b – Integration ins Frontend der DDB
Für die Einbindung der in MAiN erstellten Ausstellung in das Frontend der DDB wird ein Konzept entwickelt.

AP 5 – Community-Arbeit
Während des gesamten Projekts findet eine intensive Community-Arbeit statt, um die Einbindung relevanter Akteure in das Vorhaben zu gewährleisten. Damit soll die Orientierung der vorgesehenen Entwicklungen an den Bedürfnissen der anzusprechenden Zielgruppe(n) ermöglicht werden. Bisher als relevant eingestufte Akteure, mit denen auch bereits Kontakte bestehen, sind Kulturvermittler_innen aus dem Kreis der DDB Partnereinrichtungen, dem Bund der Museumspädagogen, der Deutsche Museumsbund, Fachkräfte der Kulturellen Bildung, Lehrer Online, edu-sharing ... und nicht zuletzt Kinder und Jugendliche! Nach dem Launch werden beispielhafte Ausstellungen mit MAiN gemeinsam mit Partnern produziert. Zudem werden modellhafte Projekte mit Jugendlichen durchgeführt.

AP 6 – Prototyp
Nach Vorlage des Pflichtenheftes und des Designkonzeptes wird ein Prototyp des MAiN-Tools erstellt. Die Programmierung sollte, um das Tool eng an die DDB anzubinden, von FIZ Karlsruhe geleistet werden, da dieses Institut maßgeblich an der technischen Entwicklung der DDB beteiligt ist.

AP 7 – Evaluierung
Der Prototyp wird evaluiert. Dazu werden Tests, Befragungen usw. mit potentiellen Nutzerinnen und Nutzern durchgeführt.

AP 8 – Technische Entwicklung
Die Ergebnisse der Tests fließen in eine Überarbeitung des Prototyps ein, der dann fertiggestellt wird. Grundlage dafür sind die Ergebnisse der Evaluierung und die finalen Fassungen von Anforderungsanalyse und Designentwurf.

AP 9 – Launch
Das fertige Tool MAiN wird der Öffentlichkeit wirksam präsentiert. Dazu wird im Netzwerk der Partnereinrichtungen der DDB ein geeigneter Rahmen und Anlass genutzt.

AP 10 – Einführung
Mit Fachkräften aus den DDB Partnereinrichtungen werden beispielhaft erste Ausstellungen professionell kuratiert, Workflows etabliert usw. Zur Erprobung und Nutzung des Werkzeugs werden Partnereinrichtungen gezielt unterstützt. Darum ist erforderlich, relevante und gut erschlossene Inhalte in der DDB zu identifizieren, um gute Beispiele zu erzeugen und die tatsächliche Nutzbarkeit auch aus inhaltlicher Sicht plausibel zu machen. Dies geschieht u.a. durch Fachkonferenzen und Workshops.

Das Werkzeug wird als zusätzlicher Dienst beworben. In bundesweit beworbenen Fachkonferenzen und Schulungen lernen Fachkräfte aus dem Bildungsbereich und der Kulturvermittlung das Werkzeug kennen und werden in der Anwendung geschult.

AP 11 – Integration andere Plattformen
Die Möglichkeit der Einbettung von MAiN und von mit MAiN erstellten Inhalte in Lernplattformen und Portale mit Bildungsbezug wird beispielhaft evaluiert (Moodle, Schul-Cloud, Wikipedia, …).

AP 12 – Dokumentation und Anleitung/Werbung für die Nutzung
Für die Nutzung des Werkzeugs wird ein erstes Howto (Videotutorial) usw. erarbeitet – entsprechend der Nutzungsgewohnheiten der Zielgruppen.




Das Projekt wird gefördert
von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

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