Wer bin ich?

Wer bin ich?


Identitätsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen unterstützen



Kinder und Jugendliche brauchen Testgelände, in denen sie sich ohne Druck erproben können; in denen sie im Austausch mit anderen ausprobieren können, wer und wie sie sind und sein wollen. Diesen Prozess der Identitätsentwicklung sensibel zu begleiten und dabei ein faires Miteinander zu fördern, ist ein zentrales Ziel der Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit. Medien als Spiegel oder Seismografen der Wirklichkeit, aber auch als Baustellen für künstliche, veränderbare Realitäten bieten hierzu ideale Möglich­keiten. Zugleich vermitteln sich in Medien auch problematische Normen und Leitbilder. Es ist kein Zufall, dass sich Identitätsdarstellung und -entwicklung Jugendlicher sehr intensiv in Auseinandersetzung mit (sozialen) Medien abspielt. Oft ist es nur ein kleiner Schritt, diese Themen gezielt aufzugreifen.


Erste Ideen



Selbstportraits


Inszenieren Sie Selbstportraits, zurzeit gern Selfies genannt, gezielt. Viele Jugendliche lieben die schnellen Schnappschüsse der eigenen Person. Wie wäre es, wenn Sie ein „Fotostudio“ für tolle Fotos fürs Netz anbieten? Ein Angebot mit vielen Anknüpfungs­möglichkeiten: als Einstieg in die Porträtfotografie oder die inszenierte Fotografie und die Auseinandersetzung mit Selbstbildern, Stilen und Normen.

„Bring your own Device“ – Video und Radio selbstgemacht


Video- oder Radiofeatures über persönliche Erfahrungen oder Lebensvorstellungen erstellen, z.B. in einem Ferienangebot. Dazu braucht’s nicht immer teure Technik: Viele Smartphones oder Tablets bieten alles, was man für die Erstellung eines Beitrags benötigt.

Was wäre wenn?


Audio- oder Videoreportagen, Blogs können mit unterschiedlichen Identitätsoptionen spielen: Was wünschen sich Jugendliche aus anderen Stadtteilen oder Kulturen, was und wo wären sie selbst gern in fünf Jahren?

Klischees kreativ verfremden


Medien transportieren mächtige Leitbilder für Geschlechterrollen und Identitäten. Es ist immer wieder spannend, das z.B. durch Persiflage, Montage, mit Witz und Fantasie aufzubrechen. Stereotypen und Zuschreibungen können so leichter erkannt und verändert werden.

Digital Storytelling


Digital Storytelling ermöglicht die Auseinandersetzung mit sehr persönlichen Themen. Hier wird eine persönliche Geschichte erzählt und ganz einfach mit dem Mikrofon aufgenommen. Im nächsten Schritt wird die Erzählung mit Foto- oder Videosequenzen unterlegt. Situationsbedingt, bei entsprechender pädagogischer Begleitung und Vertrauen in der Gruppe, können mit dieser Methode sehr tiefgehende und berührende Geschichten erzählt werden, z.B. über „Verlassen werden“, über Familie, über Ängste und Krankheit.

Spiel mit virtuellen Identitäten


Trickbox-Animationen, Fotomontagen mit eigenen Bildern/Videosequenzen oder Computerspielfiguren/Szenarien, aber auch Rollenspiele bringen viel Spaß und liefern Erfahrungen und Gesprächsanlässe über Realität und Fiktionalität von Personen: z.B. von Avataren und Identitäten im Netz.


Fähigkeiten, die durch die Angebote gefördert werden können, sind z.B.:


  • Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung durch Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Reflexion von alternativen Entwicklungsmöglichkeiten
  • Auseinandersetzung mit Erwartungen und eigenen Wünschen und Stilen/ Inszenierungsformen von Identität
  • Reflektierter Umgang mit persönlichen Informationen und Darstellungen im Netz
  • Mediengestalterische Kompetenzen


Wir unterstützen Sie!


Bildnachweis: photocase.com: Seleneos

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Team

Gerda Sieben



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