Cinepänz-Sommerkino

25.6.2020 | Vielfältiges Angebot in den Sommerferien



Um nicht bis zum November, dem eigentlichen Festivaltermin, warten zu müssen startet das Kölner Kinderfilmfest Cinepänz in den Sommerferien drei Programme mit Sommerkino für Kinder.

Im Rahmen der Kölner Kino Nächte ist am Samstag, dem 11. Juli um 14.30 Uhr im Odeon-Kino der Film „Zu weit weg“ (Bild) zu sehen, mit dem das vergangene Festival im November 2019 eröffnet wurde.

Zu weit weg


D 2019, Regie: Sarah Winkenstette, 89 Min., empfohlen ab 7 Jahren

Da sein Heimatdorf dem Braunkohletagebau weichen soll, müssen der elfjährige Ben (Yoran Leicher) und seine Familie nach Düren, die nächste größere Stadt, umziehen. In der neuen Schule ist Ben der Außenseiter, und auch im neuen Fußballverein laufen die Dinge für den talentierten Stürmer nicht wie erhofft. Zu allem Überfluss taucht auch noch der zwölfjährige Tariy (Sobhi Awad) auf, Flüchtling aus Sytien, und stiehlt Ben die Show – bis aus den beiden Konkurrenten auf und neben dem Fußballplatz Freunde werden. Die verblüffende Parallele zwischen einem „braunkohlevertriebenen“ und einem kriegsvertriebenen Kind überzeugte das Team des 30. Kölner Kinderfilmfests Cinepänz im vergangenen Jahr, „Zu weit weg“ als Eröffnungsfilm des Festivals zu zeigen.


Am Sonntag, den 12. Juli um 15.30 Uhr im Odeon-Kino läuft der Film „Shana – The Wolf’s Music“, ein Film, der eigentlich für die Filmreihe zu den Jugendbuchwochen Kanada geplant war. Diese konnten aber in diesem Jahr nicht stattfinden. So gibt es nun die Möglichkeit, den Film noch nachträglich zu sehen.

Shana – The Wolf’s Music


Spielfilm, Kanada/Schweiz 2014, Regie: Nino Jacusso, nach der Literaturvorlage von Federica de Cesco, 94 Min., FSK: ab 6, empfohlen ab 10 Jahren, FBW: "besonders wertvoll"

Shana ist musikalisch hoch talentiert. Sie lebt mit ihrem Vater in einem Indianerdorf in Kanada. Früher war sie ein fröhliches Mädchen, das zusammen mit ihrer Mutter an Festen Violine spielte. Doch vor zwei Jahren ist die Mutter in den Wald gegangen und nicht wieder zurückgekommen. Shana fühlt sich einsam und, dass ihr Vater seinen Kummer im Alkohol ertränkt, macht es für sie nicht einfacher: Shana zieht sich immer mehr in ihre eigene Welt zurück. Sie geht nicht mehr zur Schule, rührt die Geige kaum mehr an. In der Hoffnung, von ihrer Mutter ein Zeichen zu erhalten, schreibt sie ihr Briefe. Dabei wird sie aus der Ferne von einem weißen Wolf beobachtet, der magisch angezogen immer dann aus dem Wald hervorbricht, wenn sie Geige spielt.
Nach den großen Ferien bekommt Shanas Dorf mit Lela Woodland eine neue Lehrerin. Lela ist selber indigener Herkunft. Sie kennt die besondere Situation der heutigen Indianer aus eigener Erfahrung, versteht die Schüler zu begeistern und versucht Shana einfühlsam und hartnäckig aus ihrer Reserve zu locken. Als sie Shana Geige spielen hört, ist sie überzeugt ein großes Talent entdeckt zu haben und meldet sie an der Musikschule von Vancouver an.

Wenige Tage vor der Aufnahmeprüfung aber verkauft Shanas Vater die uralte Wolfskopf-Geige, welche Shanas Mutter gehörte. Nun gibt es für Shana nur noch eines: Sie muss das Erinnerungsstück zurückgewinnen. Auf ihrer abenteuerlichen Suche gerät Shana immer tiefer in den Wald. Drei Tage und Nächte taucht sie in die freie Natur ein. Sie begegnet dabei dem weißen Wolf und den Geistern ihrer Ahnen. Zwischen Trance und Traum findet Shana zum magischen Geigenspiel, das sie bereit für die große Welt macht.

„Shana - the Wolf's Music“ basiert auf einem Buch von Federica de Cesco. In ihren rund 80 Romanen verzauberte die Schriftstellerin bereits unzählige Phantasien von Kindern und Jugendlichen.


Aber auch das Bürgerzentrum Vingst beteiligt sich am Cinepänz-Sommerkino. Am 10. Juli ist dort in einer Open-Air-Aufführung der Film „The Hate U Give“ zu sehen, der das aktuelle Thema der Polizeigewalt gegen People of Colour in den USA aufgreift.

The Hate U Give


USA 2018, Regie: George Tillmann Jr, 127 Min., FSK: ab 12, empfohlen ab 14 Jahren, FBW: besonders wertvoll

Die Verfilmung des Romanbestsellers "The Hate U Give" von Angie Thomas erzählt die Geschichte von Starr Carter, die ein Leben in zwei verschiedenen Welten führt. Sie besucht eine Privatschule mit weißen privilegierten Mitschülern, wohnt aber in einem armen Schwarzenviertel. Dieses wackelige Gleichgewicht wird endgültig zerstört, als Starrs Kindheitsfreund vor ihren Augen von weißen Polizisten erschossen wird. Starr gerät zwischen die Fronten und muss sich entscheiden, für das Richtige einzustehen.
Vorführort ist das Bürgerzentrum Vingst, Heßhofstr. 43, 51107 Köln, Filmbeginn ist etwa 21.30 Uhr.

Ein weiteres Sommerkino wird im Evangelischen Jugendzentrum Hackenbroich in der Zeit vom 14. Bis zum 23. Juli laufen. Derzeit läuft gerade die Filmauswahl. Sicher ist jedoch bereits jetzt, dass es sich um ein interessantes und spannendes Programm für Kinder von sechs bis zwölf Jahren handeln wird.

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