Von zuhause aus: Fake News zum Coronavirus erkennen

17.3.2020 | Nicht alles, was im Internet steht, stimmt! Das kann man leider auch in Zeiten des Coronaviruses nicht oft genug sagen. Damit niemand auf dumme Gedanken kommt, wiederholen wir an dieser Stelle keine offensichtlichen Falschmeldungen, geben aber Tipps wie sich zuverlässige Quellen erkennen lassen.



In einer guten Berichterstattung werden stets die Quellen (journalistikon) genannt. Ein Medium oder eine Person darf nicht einfach irgendetwas behaupten, sondern muss die Informationen belegen. Nun gilt es bei den Quellen zwischen seriösen und unseriösen Quellen zu unterscheiden. Kommt die Information von einer offiziellen Behörde, einem Fachexperten oder einer Nachrichtenagentur oder stammt sie von Herrn oder Frau Nobody? Die Angabe einer Quelle ermöglicht es die Quelle selbst auf ihre Seriosität hin zu checken. So lässt sich prüfen, ob eine Aussage wirklich so getätigt wurde und ob sie auch im richtigen Zusammenhang getätigt wurde. Manchmal werden Aussagen aus dem Kontext gerissen, so dass sie dramatischer oder überspitzer wirken als sie es in Wirklichkeit sind. Manchmal ändert sich ohne den passenden Kontext auch die Aussage. Medien zitieren verkürzt (bewusst oder unbewusst) und erklären den Kontext nicht, so dass die Einordnung eines Zitats sich verändern kann. So geschehen zum Beispiel beim NDR-Info Podcast „Das Corona Update“ mit dem Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité, als es um das Thema Schulschließungen ging (twitter).
Mehr zur Seriosität von Quellen gibt es auch bei den Faktencheckern von mimikama.at.
Wer immer noch nicht sicher ist, ob der Informationen aus einer Quelle vertraut werden kann, geht nach dem Zwei-Quellen-Prinzip vor. Das heißt: recherchieren, ob noch andere Medien oder Behörden unabhängig voneinander die gleichen Informationen haben. Einen guten Überblick über journalistische Quellen und wann Redaktionen auch mal vom Zwei-Quelle-Prinzip abweichen, gibt das ZDF
Mit diesem Hintergrund noch mal der Appell vom Anfang: nicht alles, was im Internet steht, stimmt. Berichte von zum Beispiel der Tagesschau, eurem vertrauten Lokalradio oder Lokalzeitung und den großen Tageszeitungen sind vertrauenswürdig. Den Quellencheck haben die Redaktionen für euch gemacht.

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