Blick auf soziales Engagement via Internet

4.2.2019 | Eine GMK-NRW Tagung in Kooperation mit dem jfc Medienzentrum widmete sich dem Thema "Online für eine bessere Welt" und zeigte aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Facetten des Online-Engagements auf



Wird über das Internet gesprochen, werden häufig die Schattenseiten besprochen: Fake News, Hate Speech, Cyberbulling und Big data bestimmen nicht selten den medienpädagogischen Diskurs und schmälern einstige Hoffnungen auf mehr Demokratie. Die Landesgruppentagung der GMK-NRW in Kooperation mit dem jfc Medienzentrum setzte nun den Fokus auf eine positive Seite des Internets: Mehr als 30 Fachleute diskutierten am 1.2.2019 die Möglichkeiten des „Online-Engagements“.
Demokratie baut auf Bürgerinnen und Bürgern, die sich für Ihre Interessen einsetzen und sich sozial engagieren. In der mediatisierten Gesellschaft erfolgt soziales Engagement zunehmend auch online. Im Internet vollbringen Menschen jeden Tag kleine und große Heldentaten; sie engagieren sich für gesellschaftliche Anliegen, fördern Austausch und Begegnung auf Augenhöhe oder mobilisieren ihre Community für ein faires Miteinander. Wie zeigt sich Online-Engagement? Dr. Carola Croll von der Stiftung digitale Chancen gab auf der Grundlage der Preisträger zum Smart Hero Award einen Überblick über die Möglichkeiten online Gutes zu tun. Matthias Andrasch, der an einer Studie der TU Köln zum Förderprogramm Think Big für jugendliches Engagement beteiligt war, widmete sich dem Thema „Zeitgemäße Möglichkeitsräume für Jugendliche schaffen – wie können sich Medienpädagogen einbringen“. Sehr eindrucksvoll berichtete der Social Media Aktivist Ali Can, Initiator der #meTwo-Kampagne und Gründer der Hotline für besorgte Bürger, wie er Medien für seine Anliegen erfolgreich nutzt. Den Bogen zur medienpädagogische Praxis schlug dann die jfc Mitarbeiterin Henrike Boy, die das Projekt „Kreativhelden“ vorstellt, bei dem durch die Nutzung von Medien wie YouTube und Instagram Themen wie Achtsamkeit und soziales Engagement für Jugendliche stärker in den Vordergrund rücken.

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