Großer Abschluss bei Cinepänz

27.11.2017 | Mit der Preisvergabe und dem Film "Nur ein Tag" endete das 28. Kölner Kinderfilmfest CINEPÄNZ.



55 Filme, 200 Vorführungen, 15 Spielorte und 7.000 Zuschauer. Diese Bilanz verkündete Festivalleiter Joachim Steinigeweg bei der Abschlussveranstaltung des Kinderfilmfests CINEPÄNZ im Odeon-Kino in der Südstadt. Er berichtete von den verschiedenen Festivalsparten und betonte besonders die Reihe mit "Entwicklungspolitischen Filmen", die aufzeigte, wie Kinder in den Ländern des globalen Südens und in den Konfliktgebieten des Nahen Ostens aufwachsen. Eine Förderung der Engagement Global gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit hatte diese Reihe möglich gemacht.

Dann eroberten die jungen Cinepänz-Mitarbeiter die Bühne. Zunächst kamen die "Spinxxer" dran. Das sind Journalistenkinder, die eine Woche lang vom Festivalgeschehen berichtet haben und ihre Ergebnisse auf der Seite www.spinxx.de veröffentlichten. Dort finden sich nun Filmkritiken, Interviews und Fotos aus neun Tagen Festivaltrubel.

Danach waren die Jury-Kinder gefragt: Wie lautet der diesjährige Cinepänz-Preisträger?

Auf Platz 1 setzten die jungen Cineasten den neuseeländischen Film "Wo die wilden Menschen jagen" (Foto). Die Jury-Kinder begründen:

In diesem Film geht es Ricky Baker, der zu neuen Pflegeeltern kommt. Kurz darauf verstirbt seine Pflegemutter. Um nicht zurück ins Heim zu müssen flieht er in den Wald und versteckt sich dort mit seinem Mürrischen „Onkel“ Hec. Bald ist den beiden nicht nur die unnachgiebige Jugendamt beauftragte Paula auf den Fersen sondern auch die Polizei und das Militär. Der Film hat lustige, traurige und spannende Szenen gut miteinander verbunden, und die Jury voll und ganz von sich überzeugt. Durch seine schauspielerische Leistung hat Julian Dennison als Ricky Baker die Kinder mit auf eine abenteuerliche Reise genommen und so die Herzen der Jury gewonnen.

Platz 2 erhielt der Animationsfilm "Der lange Weg nach Norden".

In diesem Film macht sich das Mädchen Sacha auf den Weg um ihren Großvater zu finden, der mit seinem Schiff auf dem Weg zum Nordpol verschollen ist. Sie erhofft sich ihren Großvater zu retten und auch die Familienehre wieder herzustellen. Durch die abenteuerliche Geschichte von Sachas Suche und die wunderschöne Animationskunst hat sich der Film den zweiten Platz gesichert.

Und den dritten Platz vergaben die Jury-Mitglieder an die niederländische Komödie "Der Meisterspion".

Es geht um den Jungen Tim, dessen Eltern ein Hotel kaufen. Zuerst fühlt er sich in der neuen Umgebung gar nicht wohl, wird in der Schule gehänselt und möchte zurück. Doch dann entdeckt er den Spion Simon, der vor 40 Jahren eingefroren wurde. Damals hat er einen Verräter entlarvt, der mittlerweile den Geheimdienst leitet. Tim und Simon machen sich zusammen an den Fall und wollen den Verräter überführen. Überzeugt hat der Film die Jury dadurch, dass er mit viel Witz und Charme eine Agentengeschichte für Kinder erzählt. Außerdem ist er trotz den verschiedenen Zeitlinien logisch und verständlich erzählt.

Nachdem die Preise vergeben und die zugehörigen Filmausschnitte vorgeführt waren begann der berührende Abschlussfilm "Nur ein Tag", in dem eine Eintagsfliege den schönsten - und einzigen - Tag ihres Lebens feiert. Regisseur Martin Baltscheit, der auch die Buchvorlage geschrieben hat, war dabei und sprach nach dem Film mit dem Publikum über die Dreharbeiten und über die Buchvorlage.

Joachim Steinigeweg freute sich: "Ich bin völlig einverstanden mit der Auswahl der Jury-Kinder. Und mit unserem Gast und seinem Film haben wir komplett ins Schwarze getroffen. So schön kann Kino sein!"

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