Kölner Jugendbuchwochen "Spanien": Goya

17.6.2010 10:00 | Das jfc Medienzentrum beteiligt sich an den Jugendbuchwochen "Spanien" mit einem Filmprogramm.



Goya


Italien/Spanien 2000, Regie: Carlos Saura, 100 Min , FSK: 12 , empfohlen ab 16 Jahren

Das Leben des spanischen Malers Francisco de Goya, erzählt in einer Reihe von Rückerinnerungen, Visionen und Albträumen, die sich weitgehend im Kopf des genialen Malers abspielen.
Goya lebte von 1746 bis 1828. Bis heute verkörpert er das Urbild des Künstlers zwischen Genie und Anpassung, zwischen der Arroganz der Macht und der Freiheit des künstlerischen Ausdrucks. Sein Aufstieg am Hofe Carlos IV., seine anklagenden Bilder gegen die Schrecken des Krieges und besonders seine Liebe zu Cayetana, der Gräfin von Alba, waren schon häufig Thema für Film und Literatur. In dieser Verfilmung durch Carlos Saura, dem wohl bekanntesten spanischen Filmregisseur, steht Goya aber auch für die Tragödie der spanischen Geschichte, für die Tragödie eines rückschrittlichen, im mittelalterlichen Klerikalismus erstarrten Landes, für den Geist der Inquisition, dem die Ideen der Moderne und der Aufklärung fremd geblieben sind.
„Goya“ ist aber auch eine Hommage an die spanische Malerei. Carlos Saura hat den Film seinem verstorbenen Bruder Antonio gewidmet, einem der bedeutendsten Meister der neueren spanischen Malerei. Gemeinsam mit ihm entdeckte Saura das Werk Goyas im Prado in Madrid. „Mit Goya beginnt die moderne Malerei“, sagt Saura, und er versucht, dessen Visionen des Schreckens, des Burlesken und des Grotesken in diesem Film umzusetzen. „Goya“ ist kein leicht konsumierbarer Film, kein Film der leichten Identifikation – vielmehr eine Vision von Licht und Schatten, von Vergänglichkeit, die besonders durch das Spiel der Darsteller und den Sog der Bilder fasziniert.

Teilnahmegebühr: 3,00

Termine:
17.6.2010 10:00 (Odeon Kino, Severinstr. 81, 50678 Köln)


E-Mail für Anmeldungen: info@jfc.info

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