Medienkritik 4.0 Neue Methoden zum Thema Big Data Analytics

24.3.2017 | Am 24. März 15.00 – 18.00 Uhr BIG DATA WORKSHOP für junge Leute ab 16 Jahren. Mit Filmen, Spielen, Tools und Experimenten rund um Tracking, Datenhandel und Datenanalyse. Es gibt ein Orakel-Spiel mit überraschendem Ausgang und konkrete Tipps, die eigenen Geräte sicherer zu machen.



Wir wissen es längst: Es ist kaum möglich, sich der Auswertung unserer Daten zu entziehen. Dabei schöpfen die „Großen“ des Internet (Google, Facebook, Apple, Amazon...) ihre Infos nur zu einem kleinen Teil aus den Daten, die wir bewußt eingeben.Es geht nicht nur um die Inhalte unserer Posts, sondern auch um Metadaten, die unser Nutzerverhalten sehr genau abbilden. Immer mehr freundliche, vernetzte Maschinen mit denen wir alltäglich umgehen, liefern, ohne dass wir das mitbekommen– Datenfutter für Algorithmen, die die erstaunlichsten Prognosen und Zuordnungen ermöglichen.

Klassischer Jugendmedienschutz muss ergänzt werden
Die bisherigen Ansätze des Jugendmedienschutzes beziehen sich vor allem auf die bewusst eingegeben Daten z.B. in sozialen Netzwerken. Noch wenig entwickelt sind Methoden, die dazu beitragen, die wirtschaftlichen und politischen Implikationen von Big Data, also der Auswertung großer Datenmengen für Jugendliche verstehbar zu machen. Junge Menschen brauchen Hintergrundinformationen, um diese für ihre Zukunft so wichtige Entwicklung nicht nur aus der individuellen Perspektive (wie verhalte ich mich richtig?), sondern auch aus einer politischen Perspektive (welche Interessen stecken hinter den Datensammlungen und ihrer Auswertung?) zu betrachten. Darum hat das jfc Medienzentrum 2014 eine erste hier auch digital verfügbare Arbeitshilfe zum Thema Big Data erstellt. Hier werden erste Infos und Methoden zusammengestellt:
• Was ist Big Data Analytics?
• Welche Auswirkungen hat Big Data Analytics?
• Wie können wir auf die Herausforderungen reagieren?
• Wo gibt es weitere Informationen?

Seit 2016 entwicklen wir, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung dazu konkrete weitere Methoden. Sie sollen dazu beitragen,

• die Abstraktheit, Unsichtbarkeit und Komplexität in Anschaulichkeit zu übersetzen
• Digitale Infrastrukturen zu durchschauen und demokratisch mitzugestalten.
• Meinungsvielfalt einzufordern und Diskriminierungen zu verhindern.
• Die digitale Selbstbestimmung zu fördern.
• Produktive und gesellschaftlich wünschenswerte Nutzungsformen zu ermöglichen.

Am 24. März 15.00 – 18.00 Uhr laden wir Jugendliche ab 16 Jahren ins jfc Medienzentrum ein, um diese spielerischen Methoden kennen zu lernen und mit uns zu testen. Das geht vom Spiel rund um den Datenhandel zu Methoden, Daten zu verschlüsseln und die eigenen Geräte sicherer zu machen, bis zu einem Spiel rund um Prognosen durch Datenanalysen. Wir versprechen: es wird Spaß machen!

Der Workshop findet in Kooperation mit der

VHS Bonn

statt, die derzeit einen ganzen Themenzyklus zu Big Data anbietet. http://www.vhs-bonn.de/digitale-kultur-und-big-data. Er wird zudem unterstützt durch die

Bundeszentrale für Politische Bildung

, die zum Thema umfangreiche Hintergrundinformationen anbietet. http://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/medienpaedagogik/228941/big-data-und-politische-bildung.





Mehr Information:

Gerda Sieben



info@jfc.info
+49 (0)221 1305615-17


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