„Ferienspaß für Kinder“ Trickfilm-Workshop Wesseling mit tollen Ergebnissen

13.4.2016 | Roller liefern sich ein Wettrennen und 200 Bilder mit einer eindrucksvollen Tonspur gestalten den Trickfilm "Horrorhaus unzensiert" - zwei Beispiele der vielfältigen Produktionen.



In den Osterferien organisierte der Bereich Kinder-Jugend und Familie der Stadt Wesseling den „Ferienspaß für Kinder“ an der Johannes-Gutenberg-Schule. 6- bis 13-Jährige konnten zwischen verschiedenen Workshops wählen. Der Trickfilm-Workshop fand unter der Regie des jfc-Medienzentrum e.V. statt.

Unter der Leitung von Kerstin Unger, freiberufliche Mitarbeiterin des jfc Medienzentrum e. V. sowie drei ehrenamtlichen Helfer*innen und einer Praktikantin, wurde die klassische Stopptrick-Technik angewandt. Durch sie kann die unbewegte Umgebung „zum Leben erweckt“, aber auch der eigene Körper für Stopp-Trickfilme verwendet werden. Kinder können so fantasievoll eigene Geschichten entwerfen und verwirklichen.
Um einen Stopptrick-Film herzustellen, bewegt man die zu animierenden Gegenstände ca. 8 Mal pro Sekunde und fotografiert jede Bewegung ab. Spielt ein Trickfilm-Programm die Bilder nacheinander ab, entsteht eine Animation. Fertig ist der Trickfilm! Was sich hier so einfach anhört, bedarf eine Menge Geduld und Zeit, was die 15-köpfige Kindergruppe im Alter von 6 bis 13 Jahren mit viel Engagement und Motivation an den vier Workshop-Tagen aufbrachte. Die Kinder stammten alle aus Wesseling, das Platzangebot wurde im Sinne der Integration ebenso Flüchtlingskindern angeboten und gerne und erfolgreich angenommen. Auch, wenn hier in einigen Fällen die Sprache als Verständigungsmittel fehlte, bauten die Kinder schnell freundlichen Kontakt untereinander auf und bezogen sich gegenseitig in die Gruppenarbeit mit ein.

Der erste Workshop-Tag stand unter dem Motto „Die Grundlagen der Trickfilm-Produktion verstehen“. Nachdem sich die Kindergruppe und die Workshopleiter*innen mithilfe von einigen Kennenlern- und Warm Up-Spielen besser kennenlernten, gestalteten die Kinder ihren ersten Trickfilm. Hierzu malte jedes Kind verschiedene einfache Formen und Figuren auf DIN A5 Papier, welche sie Schritt für Schritt veränderten. Im Anschluss fotografierten die Kinder die Bilder ab. Alle Bilder ergaben einen Zeichentrickfilm, indem die Bilder, ähnlich wie bei einem Daumenkino, schnell nacheinander abgespielt werden.

Am zweiten und dritten Workshop- Tag ging es, ausgestattet mit Spiegelreflexkameras, Lichttechnik, Laptops, Audioaufnahmegeräten, einem Trickboxkoffer und einer Trickbox in die Produktion verschiedener Projekte, welche die Kinder ohne Themenvorgabe frei entwickeln konnten. Hierzu wurden die einzelnen Gruppen von den vier Betreuer*innen und der Workshopleitung betreut und unterstützt. So konnte auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Kinder eingegangen werden.
Während die Gruppen der älteren Kinder Spaß an größeren Projekten mit Handlung und Vertonung zeigten, hatten jüngere Kinder eher Freude an kleineren Projekten. Bei diesen lag der Fokus auf der reinen Animation von Gegenständen und dem eigenen Körper. Für ihre Filme nutzten die Kinder Holzpuppen und Tiere, sowie Holzhäuser, -boote und Ritterburgen, auch Schuhe, Roller und Spielzeugautos bekamen ein Eigenleben.

Bei der älteren Kindergruppe entstand so zum Beispiel ein Film mit dem Titel „Das Horrorhaus unzensiert“ mit 200 Fotos!! Die schaurige Handlung wurde mit grellen „Kreischlauten“ unterstrichen. So wird der Film nicht nur zum visuellen, sondern auch zum auditiven Erlebnis.

Die jüngeren Kinder gestalteten kurze Sequenzen, in denen sich Roller, als hätten sie ein Eigenleben, Wettrennen liefern und Schuhe, wie von Geisterhand, selbstständig durch den Flur marschieren.


Das Set verschiedener Trickfilm-Projekte

Am vierten Tag des „Ferienspaßes“ fand eine Präsentation aller Workshop-Ergebnisse in der Aula der Schule statt. Hierzu waren auch Eltern und Geschwister der teilnehmenden Kinder eingeladen. Alle Zuschauer verfolgten stolz die Vorführung.
Doch nicht nur die Filme waren ein Zugewinn des Workshops. Es wurden auch neue Kontakte geknüpft und in Teamarbeit fanden produktive Arbeitsprozesse mit viel Spaß und guter Laune statt.

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