Big Data – eine Arbeitshilfe für die Jugendarbeit jetzt online und als Print-Version

2.9.2015 | Wir wissen es längst: es ist nicht mehr möglich, keine Datenspuren zu hinterlassen und sich der Auswertung unserer Daten zu entziehen. Die Arbeitshilfe Big Data gibt praktische Infos und Anregungen, ein eigens entwickelte Game erlaubt einen spielerischen Einstieg in das Thema.



Die Ebene, auf der wir bewusst entscheiden, was wir ins Netz stellen ist nur die offensichtlichste, doch lange nicht die wichtigste Quelle aus der die „Großen“ des Internet (Google, Facebook, Apple, Amazon...) ihre Infos beziehen, nutzen oder weiterverkaufen. Oft geht es nicht um die Inhalte unserer Posts, sondern um Metadaten, die unser Nutzerverhalten sehr genau abbilden. Immer mehr freundliche, vernetzte Maschinen, mit denen wir alltäglich umgehen, liefern, ohne dass wir das mitbekommen, Datenfutter für Algorithmen, die die erstaunlichsten Prognosen und Zuordnungen ermöglichen.
Junge Menschen brauchen Hintergrundinformationen, um diese für ihre Zukunft so wichtige Entwicklung nicht nur aus der individuellen Perspektive (wie verhalte ich mich richtig?) sondern auch aus einer politischen Perspektive (welche Interessen stecken hinter den Datensammlungen und ihrer Auswertung?) zu betrachten.

Klassischer Jugendmedienschutz muss ergänzt werden


Die bisherigen Ansätze des Jugendmedienschutzes beziehen sich vor allem auf die bewusst eingegeben Daten z.B. in sozialen Netzwerken. Noch wenig entwickelt sind Methoden, die dazu beitragen, die wirtschaftlichen und politischen Implikationen von Big Data, also der Auswertung großer Datenmengen– für Jugendliche verstehbar zu machen.

Aufklärung ist wichtig- aber wie?



Medienkritisch müssen wir uns damit auseinandersetzten, dass sich mit der Vernetzung vielfältiger (mobiler) Endgeräte immer genauere Profile individueller Personen und Nutzergruppen anlegen lassen, Profile, die ausgewertet und in vielen gesellschaftlichen Zusammenhängen genutzt werden. Ob zu unserem Nutzen oder Schaden gilt es zu reflektieren und demokratisch zu entscheiden. Eindeutige Antworten sind oft schwer. Wir müssen Ideen entwickeln,um dieses sehr politische Feld der Medienpädagogik zu erschliessen. Der erste und wichtigste Zugang scheint uns Aufklärung zu sein:

Die jfc-Arbeitshilfe Big Data liefert Infos und methodische Ideen für die Praxis:



– Was ist Big Data?
– Welche Auswirkungen hat Big Data?
– Wie könn

en wir auf die Herausforderung Big Data reagieren?
– Welche Methoden gibt es zum Thema „Big Data“? (Spiele, Filme,Aktionen)
– Wo finde ich weitere Informationen? (Links, Literatur, Videos)

Mit der ganz einfachen Anregung: Verschließen Sie nicht die Augen, diskutieren sie mit Jugendlichen, nehmen Sie das Thema auf, selbst wenn es noch keine fertigen Rezepte gibt. Denn möglicherweise finden wir viele Antworten nur gemeinsam!



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