Großes Praxisforschungsprojekt FabLab Mobil startet!

9.6.2015 | Kinder und Jugendliche konstruieren, programmieren, reparieren in einem offenen Lernraum



Wir freuen uns riesig, dass die Stiftung Deutsche Jugendmarke, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, des Landes NRW und die Stadt Köln dem Praxisforschungsprojekt “FabLab Mobil” bis Ende 2016 eine Förderzusage gegeben haben!

Damit kann das jfc Medienzentrum unterstützt von der

Fachhochschule Köln

, eine mobile „Maker-Werkstatt“ entwickeln, wo Kinder und Jugendliche fantasievolle Objekte und technische Produkte mit Hilfe von innovativen, digitalen Tools und traditionellen Werkzeugen erstellen können. Das mobile FabLab wird NRW-weit im Rahmen der außerschulischen Arbeit für Kinder und Jugendliche Angebote machen.

Sinnvolle, fantasievolle Produkte analog-digital erstellen


Die Schnittstelle digital - analoger Technik steht im Zentrum dieses innovativen medien-pädagogischen Ansatzes. Spielerische, forschende, experimentelle Vorgehensweisen sollen hier einen neuen Rahmen bekommen. Es können z.B. interaktive Kleidung/Schmuck, digital-analoge Musikinstrumente, 3D-gedruckte Skulpturen, interaktive Bühnenelemente oder gamebasierte Installationen im Raum entstehen, die mit eigenen Programmierungen für Eingabesensoren und Ausgabemodule, z.B. Lautsprecher, Motoren, Projektoren gesteuert werden. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen einen selbstbestimmten Zugang zum produktiven und konstruierenden Medienhandeln anzubieten.



Durch das Einbinden der Technikkonstrukte in praktisch nutzbare Produkte und in künstlerische Zusammenhänge werden Zugänge für technikferne ebenso wie für bereits technikinteressierte Jugendliche geschaffen. Durch Verfahren wie Upcycling werden Bezüge zur nachhaltigen Nutzung von Technik und zur Berufsorientierung möglich.
Selbstwirksamkeit in Bezug auf Technik wird erfahrbar, individuelle und gemeinschaftliche Lern- und Arbeitsformen, gemeinsames Konstruieren und Spielen möglich.
Das Vorhaben schafft dadurch einen mobiles, offenes und kreatives medienpädagogisches Format.


Wissenschaftliche Begleitung der Methodenentwicklung


Mit diesem konstruierenden Zugriff auf die Schnittsstelle zwischen digitaler und analoger Technik wird pädagogisches Neuland erschlossen. Durch das Praxisforschungsprojekt kann die Entwicklung neuer didaktischer Konzepte durch wissenschaftliche Begleitung, koordiniert von Frau Prof. Isabel Zorn, FH Köln überprüft und wissenschaftlich unterstützt werden. Die Evaluation der Praxisangebote mit Kindern und Jugendlichen kann so direkt in die Weiternetwicklung der Methoden einfließen. Im Team des Projektes wird eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Pädagogen_innen, Wissenschaftlern_innen, Technikern_innen, Künstlern_innen und Handwerkern_innen möglich.

Innovative Bildungsmethoden für eine digitalisierte Gesellschaft


Wir freuen uns über diesen Projektstart ganz besonders, weil wir mit den entstehenden fabLab-Methoden nicht nur große Bildungschancen in Bezug auf die Aneignung und kreative Nutzung von (digital-analoger) Technik sehen, sondern gerade in Bezug auf unsere zunehmend digitalisierte Gesellschaft Möglichkeiten sehen, komplexe Themen für Kinder und Jugendliche erfassbar zu machen, z.B. Selbstbestimmungsmöglichkeiten in der vernetzten Welt, Aufklärung zu Fragen der Nachhaltigkeit von Technik, zum Verhältniss von individuellen Bedürfnissen und technischer Entwicklung.

In einer Publikation, Fachkräftekonferenzen und einer Abschlusstagung werden die Ergebnisse veröffentlicht und allen interessierten Fachkräften zur Verfügung gestellt werden. Jugendeinrichtungen, die im Rahmen der Praxisangebote mit uns kooperieren möchten, können sich gern an uns wenden.
mehr Info: http://fablab.jfc.info/aktuelles

Henrike Boy



boy@jfc.info
+49 (0)221 1305615-23


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